2026-05-21 - A|C|M|P 6.10

ACMP Console - Hinweise und Weiteres - Changelog

Release Notes 6.10.0 

Mit ACMP 6.10.0 gehen wir den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung unserer Client Management Plattform. Das Major Release bringt tiefgreifende Erweiterungen in zentralen Bereichen: von der sicheren und Compliance-konformen Datenlöschung über ein deutlich ausgebautes Windows Update Management, in das zahlreiche Rückmeldungen aus Ihrem Kundenfeedback eingeflossen sind, bis hin zu einem erweiterten Intune-Import und einer umfassenderen Inventarisierung für Unix-Systeme. Darüber hinaus enthält dieses Release weitere Verbesserungen, die den Arbeitsalltag von Administratoren effizienter und übersichtlicher gestalten. 

OS Deployment – Sichere Datenlöschung für Endgeräte 

Ob Geräteaustausch, Leasing-Rückgabe oder Entsorgung, bisher bedeutete sichere Datenlöschung oft den Einsatz externer Dienstleister, manuelle Koordination und lückenhafte Nachweise. Die mit ACMP 6.9.0 eingeführten Wipe Boot Templates wurden mit ACMP 6.10.0 zur umfassenden Lösung ausgebaut: Ab sofort können für Wipe-Vorgänge gezielt Datenträger ausgewählt sowie verschiedene Löschmethoden und -standards konfiguriert werden. Je nach Speichertyp stehen dabei unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, mehrfache Überschreibungen für HDDs (Peter Gutmann, NIST, DOD u. v. m.) oder spezialisierte Verfahren wie Sanitize oder Secure Erase für SSDs. Wipe-Vorgänge können vollständig über PXE gestartet und zentral gesteuert werden. Zusätzlich werden Berichte über den Löschvorgang erzeugt und gespeichert, sodass eine revisionssichere Dokumentation der Datenlöschung gewährleistet ist. 

Ab sofort werden auch Disk- und Partitionsnummern inventarisiert. Dies erleichtert die Konfiguration von Wipe Boot Templates, da die relevanten Datenträger direkt anhand der Inventardaten identifiziert werden können. 

Der OS-Installer der Boot Images wurde mit einer neuen OpenSSL-Bibliothek ausgestattet. Nach dem Update auf ACMP 6.10.0 ist ein Rebuild der Boot Images erforderlich, der dank der in ACMP 6.9.0 eingeführten Rebuild-Funktion per Klick direkt aus der Console durchgeführt werden kann. Dies trägt zu einer verbesserten Sicherheit bei der Datenübertragung bei. 

WUM 

Mit ACMP 6.10.0 wurde das Windows Update Management in mehreren Bereichen ausgebaut. 

Das Verhalten der Windows Update Collection wurde deutlich verbessert. So können Update Collections ab sofort direkt und ohne den Umweg über eine Job Collection als eigenständiges Objekt im Kiosk bereitgestellt werden. Nach Updates mit Neustartanforderung lässt sich konfigurieren, wie oft der Neustart-Dialog angezeigt werden soll. Ist kein Benutzer am Client angemeldet, kann ein automatischer Neustart durchgeführt werden, ohne aktive Sitzungen zu unterbrechen. Zusätzlich können Benutzer vor der Installation von Office-Updates automatisch aufgefordert werden, laufende Anwendungen zu schließen. 

ACMP liefert ab sofort das Default Sync-Profil “All Updates” mit, das direkt nach der Installation verfügbar ist und ohne zusätzliche Konfigurationen einem File Repository zugewiesen werden kann. Sync-Profile lassen sich zudem so einrichten, dass alle Updates automatisch synchronisiert werden, ohne das Profil bei neuen Produkten oder Klassifizierungen manuell anpassen zu müssen. Darüber hinaus steht nun dasselbe Filter Control in den Test- und Freigaberingen zur Verfügung wie in den Windows Update Collections. 

Bei der Ersteinrichtung zeigen der First Steps Wizard sowie die Einstellungen (unter System - Einstellungen - Windows Update Management - Produkte) Empfehlungen für Produkt- und Sprachauswahl auf Basis der vorhandenen Inventardaten an. Voraussetzungen für die Produktauswahl ist, dass zuvor ein Metadatendownload durchgeführt wurde. Auch das Troubleshooting am Client wurde erweitert und Updates, die über WUM installiert werden, sind künftig im nativen Windows-Updateverlauf des Clients sichtbar, sodass der Update-Status unabhängig vom Installationsweg konsistent nachvollziehbar ist. 

Darüber hinaus wurden weitere Verbesserungen vorgenommen: Der Job Monitor wurde um ein präziseres Logging für WUM-Jobs erweitert, Metadaten- und Setup-Downloads wurden um zusätzliche Diagnoseinformationen ergänzt, und Drittanbieter-Updates werden künftig auch ohne Produktzuordnung importiert. Die Datenbasis von WUM wurde durch zahlreiche neue Displayfields erweitert, darunter die Gesamtgröße von Updates, Installations- und Deinstallationsverhalten sowie der Status des Windows Server Update Services. Außerdem liefern wir neue Abfragen zur Fehleranalyse mit.  

ACMP Intune Management 

Das Intune Management wurde um einen selektiven Import erweitert. Beim Import aus Intune lässt sich nun gezielt steuern, welche Clients, Gruppen, Apps und Benutzer in ACMP übernommen werden. Gerade in großen Umgebungen oder BYOD-Szenarien sorgt dies für mehr Übersicht und stellt sicher, dass nur relevante Geräte und Benutzer in ACMP sichtbar sind. 

ACMP Core 

Das Erfassen optionaler Windows-Features wurde in einen eigenständigen Agent Task ausgelagert. Der Software-Scanner läuft dadurch schneller durch, was insbesondere Rollouts und OSD-Prozesse beschleunigt. Der neue Scanner ist im Agentenplaner flexibel konfigurierbar. Beim Update auf ACMP 6.10.0 wird die Startbedingung des Software-Scanners einmalig auf den neuen Scanner für optionale Windows-Features übertragen, sodass dieser direkt mit den bestehenden Einstellungen gestartet werden kann. 

Inventory 

Der Software Scanner wurde erweitert, sodass SQL Server 2025 Instanzen erkannt und im Lizenzmanagement korrekt als SQL Server ausgewiesen werden. 

Auf Windows-Clients mit ARM-Architektur werden Betriebssysteminformationen nun vollständig ausgelesen und ein BitLocker-Profil lässt sich zuweisen. 

ACMP Windows Agent 

Die Bereitstellung des Agents wurde optimiert: Die Größe des Client-Pakets wurde reduziert und sowohl das Deployment als auch das Startverhalten verbessert. 

UNIX Agent 

Durch die Erweiterung der Inventardaten wird die Transparenz innerhalb der Unix-Umgebung gestärkt. Die Hardwareinventarisierung umfasst nun zusätzliche Informationen zu Chassis, Batterie, TPM, GPU und Display.  

Darüber hinaus wird ab sofort eine Login-Historie erfasst, die vergangene Anmeldungen am Client dokumentiert. Die Optimierung des Loggings für Unix-Skripte sorgt zudem für bessere Nachvollziehbarkeit und schnellere Problemlösung. 

Job / Client Monitor 

Die Darstellung containerbasierter Jobs im Job Monitor wurde optimiert. Nach einer Umbenennung von Client Commands oder Job Collections wird ab sofort der aktuelle Name angezeigt. Dadurch wird die Nachvollziehbarkeit, insbesondere bei wiederkehrenden Jobs, verbessert.  

Datenbank 

Mit ACMP 6.10.0 wurden zwei Optimierungen an der Datenbank vorgenommen: Die Defragmentierung der Indexe wurde verbessert und der Umgang mit umfangreichen Datenmengen optimiert. Um von den Optimierungen profitieren zu können, wird empfohlen, die Hinweise im Online-Handbuch zu beachten.  

ACMP Desktop Automation - Client Commands 

Der Baustein „Uninstall Software" wurde neu hinzugefügt. MSI-Installationen werden dabei ausgeblendet, um Fehler bei der Deinstallation zu vermeiden. Für MSI-Pakete wird stattdessen der entsprechende MSI-Baustein empfohlen.  

Die Ausführung des Bausteins „Execute PowerShell Script“ im Consolenkontext wird nun zuverlässig unterstützt, sowohl als angemeldeter Benutzer als auch bei der Impersonierung als anderer Benutzer. 

Mit dem neuen Baustein „Show Balloon Tip" steht ein weiterer Benachrichtigungstyp zur Verfügung, über den Benutzer während der Ausführung eines Client Command informiert werden können.  

ACMP Managed Software 

Die Ausführung von Agent Tasks wurde optimiert. Werden mehrere MSW-Pakete gleichzeitig ausgeführt, wird die doppelte Einreihung von Scannern verhindert, sofern der vorherige Scan noch nicht abgeschlossen ist. Dies reduziert die Ressourcenlast sowohl am Client als auch am Server. 

ACMP Sicherheit 

Globale Accounts können ab sofort mit Zugriffskontrolllisten (ACLs) versehen werden, über die gesteuert wird, welche Benutzer globale Accounts einsehen, bearbeiten oder verwenden dürfen.  

Zusätzlich wurde die OpenSSL-Version auf 3.5.6 aktualisiert, um die Sicherheit der Datenübertragung auch langfristig zu gewährleisten. 

Das Whitepaper zum Thema NTLM wurde erweitert und beschreibt nun detaillierter, welche Konfigurationen erforderlich sind, um mit NTLM die höchste Sicherheitsstufe zu gewährleisten, sowie die Voraussetzungen und Einschränkungen eines Betriebs ohne NTLM. Sobald Microsoft ein vollwertiges Nachfolgeprotokoll bereitstellt, wird dieses als dauerhafter Ersatz geprüft. 

Abkündigung 

Der ACMP Command Launcher wurde mit ACMP 6.10 aus dem Produkt entfernt.  
Bereits mit ACMP 6.0.0 wurde der ACMP Kiosk als Nachfolger eingeführt und der Command Launcher mit ACMP 6.9.0 abgekündigt.  

Vor dem Update auf ACMP 6.10 ist sicherzustellen, dass bestehende Konfigurationen vom Command Launcher auf den ACMP Kiosk migriert wurden. Ob der Command Launcher noch verwendet wird, kann in der ACMP Console im Bereich Client Management – ACMP Kiosk anhand einer entsprechenden Hinweismeldung erkannt werden.  

Bei ausschließlicher Nutzung des ACMP Kiosks sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. 

Aktualisierte Komponenten 

Nach dem ACMP Update sind folgende Komponenten gesondert zu aktualisieren: Das ACMP Gateway, der Network Boot Service, der Unix Agent und der Unix Offline Scanner sowie das ACMP Helpdesk Webinterface 

Hinweis: Im Handbuch sind alle zusätzlichen Komponenten aufgeführt, die möglicherweise separat aktualisiert werden müssen. Von dort aus können Sie zu den entsprechenden Komponenten navigieren und Anweisungen zum Aktualisieren finden, wenn Sie mit dem Prozess nicht vertraut sind. 

Changelog 
Weitere Details zu den korrigierten und verbesserten Punkten finden Sie in unserem Changelog

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