Alle Rechner im Netz

Unternehmen der Systemgastronomie mit ihren vereinheitlichten Organisationsstrukturen sind bestrebt, auch im Back-Office für Standardisierung zu sorgen. In der IT zum Beispiel kann man mit einem so genannten Client-Management-System Soft- und Hardware zentral verwalten. Die Nordsee GmbH nutzt eine solche Lösung zudem dafür, um über ihre Kassensysteme in den zahlreichen Filialen Informationen schnell an alle Beschäftigten zu übermitteln.

Ein gutes Client-Management-System ist für Sascha Detke wie ein Schweizer Taschenmesser – „aber eines, bei dem mir die einzelnen Werkzeuge wie von selbst entgegenspringen“, so der IT-Leiter der Nordsee GmbH metaphorisch. Mit 1.000 über VMware virtualisierten Desktops, 150 Notebooks, 400 Thin Clients und 930 Kassensystemen an über 370 Standorten weltweit, verwaltet die IT-Abteilung des Bremerhavener Systemgastronomen eine komplexe IT-Infrastruktur. Das früher eingesetzte SCCM-System bot zwar viel für deren Management, „aber jede Funktion musste man sich mühselig heraussuchen“, erinnert sich Sascha Detke. Das Microsoft-eigene Tool wurde daher nur noch rudimentär zum Image-Rollout für Notebooks genutzt.

Von einem neuen Client-Management-System versprach sich das Nordsee-Team ein effizienteres und agileres Erneuern und Bespielen von Notebooks sowie Verwalten der virtuellen Infrastruktur. Der Wechsel auf die ACMP Suite fand im April 2018 statt. Er bedeutete zunächst ein Mehr an Funktionalität, vor allem aber überzeugte das neue System durch seine Out-of-the-Box-Fähigkeiten.

Die Aagon-Lösung kommt dem IT-Administrator mit vorgedachten Modulen entgegen, die ohne langes Herumdoktern zur Verfügung stehen – ein echtes Schweizer Taschenmesser eben.

Einen Tag nach der Einrichtung begannen die IT-Administratoren bereits, Software, die sie bislang per Gruppenrichtlinien verteilten, mit dem Wizard der ACMP Suite in Client Commands zu verwandeln.

Mit diesen Kommando-Tools des Client-Management-Systems kann man auf kurzem Dienstweg und mit wenig Schulung client- und serverbezogene administrative Aufgaben, die sonst kostspielig und kompliziert wären, in Eigenregie planen sowie automatisiert ablaufen lassen. „Hat man dieses Prinzip erst einmal verstanden, merkt man sofort: Hier geht es nicht nur um Softwareverteilung, sondern um ganzheitliches Management“, so Systemadministrator Stefan Richter.

Client Commands sind das Grundgerüst bei der Softwareverteilung mit ACMP Desktop Automation, dem Herz des Client-Management-Systems von Aagon. Das Nordsee-Team erledigt darüber heute alles, was in der Vergangenheit mittels Skripten oder unübersichtlicher Gruppenrichtlinien geschah – und deshalb oft wegen des manuellen Aufwands oder der Komplexität gar nicht erst versucht wurde. Unzählige Gruppenrichtlinien musste ein Kollege früher im Active Directory betreuen und aufwändig ändern.

Gruppenrichtlinien auf ein Drittel reduziert

Nach Einführung des Client-Managements hat Nordsee diese Richtlinien auf ein Drittel reduziert und damit die Anmeldezeiten deutlich verkürzt, weil viele Aufgaben jetzt mit Client Commands nach der Anmeldung oder zu bestimmten Zeiten ausgeführt werden. Zum Beispiel die Umkonfiguration von COM-Schnittstellen auf den 900 Kassensystemen, die so nur 30 Sekunden dauerte. Oder die Migration der Filial-PCs inklusive Sybase-Datenbanken von einer alten virtuellen Maschine auf eine neue.

Der Client Command Editor besteht aus fertigen Bausteinen, die man unmittelbar verwenden kann. Bei jedem benutzten Baustein fällt Stefan Richter ein, was er noch alles damit aufsetzen könnte. Zum Beispiel einen Service, der beim Anwender automatisch abends ein Fenster aufploppen lässt. Dieses informiert ihn darüber, dass sein Rechner über Nacht neu installiert und morgens daher etwas anders aussehen wird.

 

Inzwischen hat Nordsee weit über 100 Client Commands für die verschiedenen Aufgaben eingerichtet.

Um sich die zeitfressende Paketierung von Standardsoftware, das Patchen und Einzeltests zu sparen, nutzt Nordsee auch die „Package Cloud“. Der Cloud-Service innerhalb von ACMP Desktop Automation stellt wichtige Softwarepakete immer aktuell online zur Verfügung.

Mit dem Modul OS Deployment installiert das IT-Team Notebooks neu und organisiert auch die Migration von Windows 7 auf Version 10. Inventory sammelt automatisch Informationen über das komplette Hard- und Software-Inventar, was früher bei Nordsee mühsam manuell gepflegt wurde.

„Durch einfache Abfragen können wir heute feststellen, wer welche Software installiert hat und damit auch, wie viele Lizenzen wir benötigen“, so Stefan Richter. Der Container Adapter integriert die Active-Directory-Struktur in das Client-Management-System. Mit Containern, die sich dynamisch füllen, wird bei Nordsee die Software automatisch installiert.

Fazit

So verwaltet das Client-Management-System inzwischen 1.000 virtuelle Windows-Clients, 150 Notebooks (für die 400 Thin Clients kommt ein Linux-eigenes Managementsystem zum Einsatz) und sogar die Kassensysteme in den Filialen. Diese sind allerdings nicht im Active Directory verzeichnet. Für deren Einbindung musste Softwarehersteller Aagon etwas in die Trickkiste greifen. Denn es handelt sich dabei um Windows XP Embedded Systeme – wie oft in solchen Fällen, wenn Terminals über Jahre hinweg eine nur sehr dedizierte Funktion bieten müssen. Nordsee stellte also eine Kasse zum Test bereit und das Ergebnis war mehr als kurios: Zwar konnte die neueste Version des Client-Management-Systems diese veralteten Systeme nicht mehr einbinden, eine Vorgängerversion konnte es jedoch.

So verwaltet Nordsee heute von einem Server aus alle Rechner mit dem aktuellen Release des Client-Managements und die Kassensysteme mit einer bereits abgekündigten Version auf einem gesonderten Server. Das eröffnet die Möglichkeit, kritische Meldungen auf schnellem Weg an das Filialteam zu übermitteln. Schneller und direkter geht es nicht.

Im Client Management kann der Qualitätsmanager sehen, wer die Meldung bereits gelesen hat. Andersherum kann er Meldungen entgegennehmen, die der Kassierer am Terminal eingegeben hat, ohne dass dieser dafür eigens ins Backoffice der Filiale laufen muss. Auch das ist wiederum über Client Commands möglich.

Nach automatischer Softwareverteilung, Inventarisierung und OS Deployment will Nordsee in absehbarer Zeit auch die Kiosk-Funktion der ACMP Suite einsetzen. Damit können sich Anwender/innen selbstständig notwendige Software ganz ohne IT-Support nachinstallieren. Weiterhin ist das Helpdesk-Modul im Gespräch. Schon ohne dieses meldet der First Level Support deutlich weniger Anfragen der PC-Nutzer/innen im Unternehmen. Das liegt auch daran, dass Notebooks inzwischen teilweise lieber „schnell“ neu installiert werden, als dass man Zeit in die intensive Fehlerdiagnose steckt. Und das Ergebnis ist oft besser. Es spiegelt wider, wie IT-Leiter Sascha Detke das Client-Management heute charakterisiert: „Es gibt uns einen Weg zum Erfolg vor, ohne dass wir uns diesen erst mühsam erarbeiten müssen.“

Kurz notiert:

Mit dem Client-Management-System von Aagon verteilt die Nordsee GmbH Software automatisiert, verfügt über eine vollständige Hard- und Software-Inventur, erleichtert die IT-Administration durch Client Commands und kann Umstellung- oder Migrationsprojekte durch das Instrument der Client Commands besser planen und schneller durchführen.

Angebundene Arbeitsplatzstationen:
1330 Windows Clients und 950 Kassensysteme

Eingesetzte Produkte:
ACMP Inventory, ACMP Desktop Automation, ACMP OS Deployment, ACMP Package Cloud, ACMP Container Adapter

Projektstart:
April 2018

Nutzen:

  • Weniger Support-Anfragen
  • Schnellere Umsetzung von Migrationsprojekten
  • Administrationsaufgaben, die früher zu komplex und zeitaufwändig gewesen wären, können heute durchgeführt werden
  • Schnellerer Login
  • Reduzierung Gruppenrichtlinien

Über die Nordsee GmbH

Nordsee ist europaweit der führende Anbieter von Fischspezialitäten. Das Unternehmen wurde 1896 als Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft Nordsee gegründet und beschäftigt heute insgesamt ca. 4.800 Mitarbeiter/innen, davon rund 165 Auszubildende und 1.200 Beschäftigte bei Franchise-Partnern. Das Unternehmen ist an über 370 Standorten weltweit vertreten, bedient jährlich mehr als 19 Millionen Kunden und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca. 350 Millionen Euro. Hauptsitz ist Bremerhaven. http://www.nordsee.com

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